Pflegezubehör

Zur Pflege des Hundefelles – Baden, Bürsten, Schneiden und Scheren des Felles

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Bei einer Schermaschine muss man erstmal schon etwas mehr Geld hinlegen. Mit den günstigen Maschinen kommt man leider nicht durchs Pudelfell und eine gleichmässige Schur ist nicht möglich. Auch mit den Aufsteckkämmen kam ich nie klar. Daher gibt es leider keine andere Möglichkeit, als eine Schermaschine mit auswechselbaren Scherkopf zu kaufen und dazu verschiedene Scherköpfe mit verschiedenen Längen.

In den ersten Jahren habe ich all meine Hundis mit der Moser Schermaschine geschoren. Sie wurde schon mehrmals weitergeben und läuft immer noch…. aber ich habe mir dann eine Akkuschermaschine gegönnt, denn ohne Kabel ist das Arbeiten doch angenehmer.

Eine Akkuschermaschine bei der die Scherköpfe auswechselbar sind. Bei diesen beiden Maschinen ist ein kurzer Scherkopf schon dabei. Diesen verwende ich für den Hintern, unterhalb den Ohren und halt überall wo das Fell schön kurz sein soll.

Für den Körper nehme ich einen Ersatzscherkopf in der Länge 9 mm. Damit kommt man meist sehr gut durch.

Zum Schmieren des Scherkopfes (sonst wird er zu heiss) braucht es ein Pflege-Öl.

Für den Rest des Körpers – wie Kopf, Beine und Schwanz nehme ich eine gebogene und abgerundete Pfotenschere.

Nur wenn das Ohr dreckig ist muss es gereinigt werden. Dazu Ohrreiniger von Anifit oder auch Olivenöl /Babyöl ins Hundeohr reinträufeln. Ohr kneten und mit Watte auswischen.  https://pudel.anifit.ch/shop/catalog/zubehor-fur-hunde/ohrenpflege-anibio

Zum Zupfen der Haare aus den Ohren ist ein Ohrpuder ideal – damit kann man die Haare besser greifen (z.B. von Ehaso: Art. Nr. 71740 )Manche schneiden die herauswachsende Ohrhaare auch einfach kurz ab.

Unser Lieblingsball ist ein schwimmfähiger Gummiball ! Er ist sehr robust und die Hundis lieben ihn heiss.

Von der Frisur her ist bei einem Hund mit langem Fell nahezu alles möglich . So kann die Pflege sehr einfach (regelmässig Radikalschnitt) oder sehr aufwendig  (tägliches Bürsten der langen Haare) sein .

Bei einem Pudel  der im praktischen Kurzhaarschnitt gehalten wird, langt es, ihn ca. alle 2 Wochen mal gründlich durchzubürsten. Wenn der Hund längeres Haar hat, sollte man es täglich gründlich durchbürsten und kämmen, damit es nicht verfilzt.


Dabei ist es wichtig das Fell wirklich richtig zu bürsten und danach mit dem Kamm durchgehen, um zu testen ob wirklich keine Knoten mehr im Fell sind. Dazu geht man wirklich Zentimeter um Zentimeter zuerst mit der Bürste und danach mit dem Kamm durch das Fell – man sollte dabei immer bis auf die Haut sehen können.

Als Bürste nimmt man am Besten eine sogenannte Softzupfbürste mit Drahtborsten für die Pflege von langhaarigen Rassen bzw. eine Pudelbürste.  Als Kamm nehme ich einen grobzinkiger Kamm aus Metall  Die Zinken sollten möglichst weit auseinanderstehen.

Zu den Ohren: ich schere unterhalb der Ohren mit dem 3 mm Scherkopf das Fell immer ganz kurz. Das sieht man nicht , doch es kommt mehr Luft ans Ohr und man erkennt besser welche Haar aus dem Ohr herauswachsen. Diese Haare sollten durch vorsichtiges herauszupfen entfernt werden. Dazu nehme ich  nur die Finger und ein Ohrpuder.

Auch reinige ich die Ohren, wenn ich sehe, dass sie dreckig sind mit einem Ohrenreiniger oder Olivenöl. Der Reiniger wird reingeträufelt, das Ohr geknetet und mit Watte der Dreck rausgeputzt. (mache ich alle paar Wochen mal)

Bei manchen Hunden macht es auch Sinn die herauswachsenden Ohrhaare nur abzuschneiden, denn durch Entfernen bekommen diese jedesmal danach eine Ohrenentzündung.

Zu den Augen: oft tränen die Augen von jungen Hunden im ersten Lebensjahr mehr und so sollten sie jeden morgen mit einem sauberen Tuch (ich nehme dazu Haushaltspapier) ausgewischt werden. Doch auch dies ist sehr unterschiedlich und hängt auch von dem Fell des Hundes ab. Wenn das Babyfell so weich und flusig ist, kommt es leichter ins Auge und reizt dadurch oft – dann sollte man es rund ums Auge kurz schneiden.

Zu den Pfoten: Es sollte immer wieder kontrolliert werden ob sich keine Verfilzungen zwischen den Zehen bilden. Vom Ausrasieren der Pfoten halte ich nichts . Nur im Winter, wenn der Schnee so klebt, schneide ich das Fell zwischen den Pfoten mit einer Pfotenschere  oder schere es mit einem Pfotenscherkopf grob raus , sonst klebt der Schnee unangenehm zwischen den Ballen.

Zu den Krallen: auch da gehen die Philosophien auseinander. Mein Tierarzt sagte da müsse man nie was machen – die Hundefrisöre hingegen schneiden die Krallen bei jedem Hund. Ich denke man sollte auch da wieder je nach Pfote entscheiden. So hatte Phantom Krallen, die ganz normal wuchsen und nie geschnitten werden mussten, sie liefen sich von alleine ab. Bei Jira hingegen  wuchsen sie eher gerade herraus und wurden daher zu lang. Zum Krallen kürzen nehme ich eine Krallenschere und danach feile ich sie rund.

Schnauze: an der Schnauze wachsen bei allen Hunden Tasthaare. Diese Haare sind dicker als alle anderen und haben am Ende spezielle Nervenzellen, die Infos ans Gehirn weiterleiten. Diese Tasthaar sollten immer vorhanden sein – egal ob sie nur 1 cm kurz oder länger sind oder ob noch andere Haare drum herumwachsen – einfach da sollten sie sein dürfen.

Die Frisur des Hundes sollte dem Hund seinen Bedürfnissen angepasst werden -so dass er jeden Tag im Wald und auf Wiesen rumrennen kann. Egal ob mit längerem Fell oder mit kürzerem Fell -es sollte gepflegt und praktisch für Hund und Mensch sein.


Wie oft muss man den Hund Baden und Scheren?

Auch das ist verschieden und kann jeder machen wie er will. Ich bade meine Hunde nur wenn’s nötig ist, dh. im Frühjahr wenn die Bauern massenweise Dünger auf den Felder ausfahren mehr und sonst weniger. Vor dem Scheren bade ich sie immer, denn ein gut vorbereiteter Hund (mit Baden und beim Föhnen das Fell bürsten) ist viel einfacher, besser und schöner zu scheren und zu schneiden als ein ungebadeter Hund. Ausserdem wird das Schneidwerkzeug viel schneller stumpf, wenn der Hund nicht vorher gebadet wird. Wichtig ist einfach, dass man ein Shampoo für Hunde nimmt und das Shampoo mit lauwarmen Wasser gründlich ausspült.

Im Winter lasse ich das Fell meiner Hunde oft länger wachsen und schneide einfach öfters die Augen frei – d.h. ich schere ca. alle 3 Monate – im Sommer schere ich gern öfters (ca. alle 6 Wochen), da die Hunde sich mit kürzerem Fell einfach wohler fühlen – auch vor den Ferien ect. schere ich sie kürzer, so macht ihnen auch Hitze kein Problem.

Ich finde es sehr praktisch die Felllänge bei meinen Hunden den Witterungsumständen anpassen zu können!

 

 

 

 

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